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In einer industriellen Umgebung werden besondere Anforderungen an den
Steuerungs- oder Messrechner gestellt. Höchste Priorität hat meist eine hohe
Zuverlässigkeit bei möglichst geringer Wartung, womit der Betrieb ”rund um die
Uhr” gewährleistet werden kann. Zudem sollten industrielle Systeme teilweise
auch rüttel- und schockfest sein und bei Temperaturen außerhalb des normalen,
geregelten Büroklimas funktionieren.Ein gewisser Schutz gegen Staub und sonstige
Schmutzpartikel wäre ideal und erhöht die Störungssicherheit. Zudem
ist die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) des Systems ein wichtiges
Thema. Im Idealfall ist ein Rechner äußerst flexibel, das heißt er besitzt
möglichst viele Kommunikations-Schnittstellen (für einfache Vernetzung und
Anschluss von zahlreichen Peripheriegeräten), womit der Anwender das gleiche
Produkt in unterschiedlichen Anwendungen einsetzen kann. Der Rechner ist
erweiterbar, um flexibel anwendungsspezifische Anpassungen und Erweiterungen
nach Wunsch und Bedarf vornehmen zu können. Selbstverständlich sollte das
komplette System auch in einem möglichst kleinen Gehäuse untergebracht sein,
damit der Rechner nicht viel Platz beansprucht. Da die Geräte häufig in Anlagen
eingesetzt werden, die dann über mehrere Jahre im Einsatz sind, sollte der
Rechner auch möglichst lange verfügbar sein und unterhalten werden können, um
die Unterhaltskosten gering zu halten.
All diesen Anforderungen versuchen die diversen ”Industrie-PC” mit
unterschiedlichsten Ansätzen gerecht zu werden, doch nicht alle erreichen diese
Ziele in der Praxis. Eine entscheidende Rolle spielt dabei offensichtlich die
gewählte Positionierung innerhalb der beiden Produktmerkmale Qualität und Preis.

ZUVERLÄSSIGKEIT &
WARTUNGSFREIHEIT
Hohe Zuverlässigkeit und kleiner Wartungsaufwand müssen ein Hauptziel eines
jeden Industrie PC sein. Um dies zu erreichen, muss folglich auf
ausfallträchtige Verschleißteile verzichtet werden. Somit sind Lüfter tabu! Um
die anfallende Verlustleistung der Rechner abzuführen, muss ein anderes
Kühlkonzept benutzt werden, das ohne Einschränkung der Lebensdauer und mit
möglichst kleiner Ausfallrate funktioniert. Als optimale Variante erweist sich
eine passive
Kühlung, bei der die natürliche Wärmeleitung ausgenutzt wird. Die Wärme an den
Hot Spots auf der Platine wird also durch direkte Kontaktierung mittels
geeigneten Materialien an das gesamte Gehäuse abgegeben. Das gesamte Gehäuse
dient dem Rechner somit als Kühlkörper! Da der Wärmeableitung aber physikalische
Grenzen gesetzt sind und um trotzdem noch einen großen Betriebstemperaturbereich
(bis zu 85°C) zu erreichen, ist klar, dass das komplette System zwingend mit
möglichst geringer Verlustleistung
arbeiten muss! Dies bedingt somit den Einsatz von stromsparenden Bauteilen, um
die abzuführende Energie möglichst klein zu halten. Auch muss bereits bei der
Board-Entwicklung darauf geachtet werden, dass die Wärme erzeugenden Bauteile so
platziert werden, dass sie entsprechend dem Kühlkonzept zugänglich sind. Bei
nachträglichem Zusammenbau diverser Baugruppen zu einem System können diese
Aspekte meist nur ungenügend berücksichtigt werden, da ein Gesamtkonzept fehlt.
Auch eine eine Umsetzung des CPU Referenz-Designs in einen anderen Formfaktor
reicht bei weitem nicht aus. Für eine optimale Lösung muss bereits bei der
Produktdefinition und der anschließenden Board-Entwicklung ein minimaler
Stromverbrauch als Basis einer hohen Zuverlässigkeit und einem möglichst
wartungsfreien Betrieb definiert werden. Wird die Kostenoptimierung als
Hauptziel des Designs festgesetzt, so kann dies nicht zu einer befriedigenden
Lösung führen.
FLEXIBILITÄT
Oft bildet die Kompaktheit des Gesamtsystems die Voraussetzung, damit es
überhaupt in die Anwendung integriert werden kann. Zudem soll sich der IPC an
die PCStandards halten und damit die SW Implementation so einfach wie möglich
gestalten. Skalierbare Systeme, die es erlauben z.B. die CPU-Performance, den
Arbeitsspeicher, Massenspeicher etc. je nach Anwendung
festzulegen, bieten zudem ideale Voraussetzungen, um massgeschneiderte Lösungen
entsprechend den gestellten Anforderungen zu garantieren und erst noch für
künftige Ausbauvarianten gewappnet zu sein! Damit das System ferner weiter
ausgebaut werden kann, braucht es eine Standard-Erweiterungsschnittstelle.Dabei
sollte es sich nach Möglichkeit um ein weit verbreitetes, herstellerunabhängiges
Interface handeln. In der Industrie ist z.B. die PC/104-Plus Schnittstelle
bestens bekannt, diese ist PCkompatibel und erfüllt die PC-Standards bezüglich
HW- und SW-Architektur.
ROBUSTHEIT & EINHALTEN
VON NORMEN
Damit ein IPC die gestellten Anforderungen etlicher Umgebungsbedingungen wie
Staub, Schmutz und Feuchtigkeit bewältigen kann, benötigt er ein solides,
kompaktes und geschlossenes Gehäuse. Zudem sollte das Gehäuse mit wenig Ritzen
auskommen, in denen sich Schmutz und Keime ablagern können. Ein innen rundum
leitendes Metallgehäuse blockt elektromagnetische Felder
und Störungen ab. Chromatieren und Eloxieren verhindern Korrosion und Oxidation.
Der Einsatz von Terminierungen direkt auf dem Board reduziert die abgestrahlten
EMV-Felder, was die Einhaltung diverser Normen vereinfacht und den Einsatz von
teuren externen Schirmmassnahmen eliminiert. Durch Schutzbeschaltungen kann im
Weiteren der externe Aufwand zum sicheren
Betrieb des Systems herabgesetzt werden.
BEISPIELHAFTE PRODUKTE
Die Produkte der PIP-Familie der Firma MPL AG sind unter den vorgängig
beschriebenen Aspekten entwickelt worden und erfüllen somit die vielen
anspruchsvollen Anforderungen, die an Industrie-Rechner gestellt werden. Bei den
PIP-Boards handelt es sich um Eigenentwicklungen, welche
auf niedrigsten Stromverbrauch ausgelegt sind und über eine passive Kühlung ohne
Heat Pipes verfügen. Dieses Kühlkonzept benötigt keinerlei Wartung, funktioniert
in jeder Einbaulage und weist keine Einschränkungen bezüglich Lebensdauer auf.
Alle Geräte verfügen über eine komplette Ausstattung an
Kommunikations-Schnittstellen (Ethernet, USB, FireWire, RS232, ....) sowie eine
PC/104-Plus Erweiterung, die weitere Ausbaumöglichkeiten erlaubt. Dazu werden
verschiedene robuste und kompakte Gehäusevarianten angeboten. Durch den
konsequenten Einsatz von Bauteilen aus den Embedded Roadmaps kann auch eine
echte langjährige Verfügbarkeit angeboten werden. Zudem werden durch Einsatz von
Bus-Terminierungen und ESD Schutzbeschaltungen
direkt auf dem Board ideale Voraussetzungen geboten, um die notwendigen
Zertifi zierungen der unterschiedlichsten Normen zu bestehen.
FAZIT
Der blosse Zusammenbau diverser billiger/günstiger, nicht aufeinander
abgestimmter Standard-Module zu einer Einheit kann nicht die Grundlage eines IPC
sein! Hohe Systemverfügbarkeit kann nur durch Wartungsfreiheit und Robustheit
des Gesamtsystems erreicht werden. Zudem bieten der Einsatz von langfristig
verfügbaren Komponenten und das Angebot von skalierbaren Systemen den Anwendern
eine erhöhte Investitionssicherheit. Um die vielseitigen und hochgesteckten
Anforderungen an einen Industrie PC zu erfüllen, braucht es ein übergeordnetes,
durchdachtes Gesamtkonzept. Es muss die richtige Mischung zwischen Qualität und
entstehenden Kosten des Produktes gefunden werden. Mit der gezielten Ausrichtung
auf das Segment der Industrie Rechner, die höchsten Anforderungen gerecht werden
und basierend auf ihrer zwanzigjährigen Erfahrung, ist die Firma MPL AG der
ideale Partner für durchdachte Industrie PCs.
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